Ursachenuntersuchung-Schulung: Lernplan und Bewertung
Der Kurs richtet sich an Prozessverantwortliche und Verbesserungsteams bei wiederkehrenden Nichtkonformitäten.
Zielgruppe und Vorbereitung
Der Kurs richtet sich an Prozessverantwortliche und Verbesserungsteams bei wiederkehrenden Nichtkonformitäten. Definieren Sie vor der Anmeldung das Sollkriterium und eine anonymisierte Ereignisfolge. Lernende brauchen Prozessnachweise statt nur der bevorzugten Erklärung einer Führungskraft. Planen Sie Problemdefinition, Ursachenhypothesen, Bestätigung und Wirksamkeitsprüfung; statistische Tiefe wird an Daten und Vorkenntnisse angepasst.
Lernfolge und erwartete Unterlagen
Definieren Sie die Abweichung vor der Methodenwahl genau: Ereignis, Ort, Zeitpunkt und nicht erfülltes Kriterium. Üben Sie einen Nachweisverlauf, konkurrierende Ursachenhypothesen und die Verbindung Ursache–Maßnahme–Wirksamkeit. Benötigt werden Abweichung, Dokumentrevisionen, Prozessaufzeichnungen und frühere Maßnahmen. Trennen Sie die Korrektur betroffener Ergebnisse von der Vermeidung weiterer Fälle. Ein Fünf-Warum-Diagramm unterstützt die Untersuchung; seine letzte Antwort ist noch kein Ursachenbeweis.
Planungsübung
Praxisfall: Falsche Chargenetiketten treten einen Monat nach Mitarbeiterschulung erneut auf. Im Maßnahmenblatt steht „menschlicher Fehler“, doch das Produktionsprotokoll zeigt automatisches Laden einer alten freigegebenen Datei. Vergleichen Sie Versionsverlauf, Ladeberechtigungen und Prüfnachweise vor der Ursachenwahl. Planen Sie die Beherrschung der Stammdaten und prüfen Sie spätere Produktion; betroffene Chargen sind getrennt zu behandeln. Unbelegte Schuldzuweisung und unterschriebene Schulungsliste reichen nicht zum Abschluss: Bewertet werden eine belegte Erklärung und eine sinnvolle Prüfung auf erneutes Auftreten.
