Fragen zu Ihrer Situation
Welche Angaben belegen, dass das Produkt ein veterinärmedizinisches Gerät ist?
Dokumentieren Sie Zweckbestimmung, Zieltierart, Anwender, Funktion und Hauptwirkung. Aussagen müssen mit Kennzeichnung und technischen Aufzeichnungen übereinstimmen. Vergleichen Sie diese Angaben mit der Produktdefinition des jeweiligen Landes. In der Schulung sollte aus einer unklaren Werbebeschreibung eine technisch prüfbare Produktdefinition entstehen.
Gilt ein Prüfbericht für ein Humanprodukt automatisch auch für ein Tiergerät?
Vergleichen Sie Aufbau, Betriebsbedingungen, Zieltierart und Nutzungsunterschiede. Gemeinsame technische Nachweise können verwendbar sein, neue Risiken bleiben aber zu bewerten. Benennen Sie fortgeltende Teile und Zusatzarbeit. Eine geänderte Berichtsüberschrift ist kein echter Konformitätsnachweis.
Wer verwaltet die Akte bei Auftragsfertigung und ausländischem Händler?
Bestimmen Sie den Namen des Inverkehrbringens, Verträge und gesetzliche Rollen. Regeln Sie Zugriff auf technische Aufzeichnungen, Änderungsmeldung und Reklamationsbearbeitung. Sämtliche Verantwortung der Fabrik zuzuweisen kann falsch sein. Erstellen Sie eine Zuständigkeitsmatrix für Dokumente und Entscheidungen entlang der Lieferkette.
Darf für ein in den USA angebotenes Veterinärprodukt „FDA approved“ verwendet werden?
Der von der FDA beschriebene Weg für veterinärmedizinische Geräte ist kein allgemeines Vorabzulassungszertifikat. Eine ungeprüfte Zulassungsbehauptung ist zu vermeiden. Zusätzlichen Regeln unterliegende Merkmale, etwa strahlungsemittierende Elektronik, sind gesondert zu prüfen. Werbeaussage und tatsächlich abgeschlossenes amtliches Verfahren müssen übereinstimmen.
Was ist bei einer gemeldeten Schädigung eines Tiers oder Anwenders vorzubereiten?
Erfassen Sie Produkt- und Chargenidentität, Einsatzbedingungen, Ereignisschilderung und verfügbare technische Unterlagen. Autorisierte Personen bewerten sofortige Risikobegrenzung und Meldepflichten des betreffenden Landes. Kundenkommunikation und technische Untersuchung sind zu verknüpfen. Unvollständige Angaben dürfen die Erfassung nicht verhindern.
Muss vor dem Export in ein neues Land die gesamte Schulung wiederholt werden?
Behalten Sie vorhandenes Produktwissen und ermitteln Sie Lücken bei Klassifizierung, Kennzeichnung, Vertretung und Registrierung im neuen Land. Frühere Akzeptanz gilt nicht automatisch weiter. Die Dauer richtet sich nach den Lücken. Bei geändertem Produkt oder Einsatz ist zugleich die Aktualität technischer Nachweise zu prüfen.